2011/09/30

» Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selber ist.
Was nicht in uns selber ist, das regt uns auch nicht auf. «
– Hermann Hesse


6 Kommentare:

  1. Hena, ich habe vor vielen Jahren eine Freundin durch einen von ihr nicht selbst verschuldeten Unfall verloren. Mir blieb erst einmal nichts anderes übrig, als das gemeinsam Erlebte zu verdrängen. Durch wiederkehrende Traumsequenzen entstehen immer wieder neue Fragen. Die sich über Jahre angehäuften Fragen beantworte ich mir nach und nach mit Hilfe intensiver Recherchen im Web und in Printmedien. Eine Antwort stellte meine Welt total auf den Kopf. Dieser Unfall wurde, von meinem heutigen Standpunkt aus betrachtet, durch eine Überreaktion ihrerseits heraufbeschworen. Die Stationen des menschlichen Lebens scheinen kausal miteinander verknüpft zu sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit führen sie wiederum unausweichlich zu einem vorbestimmten Schicksal.

    Welche Rolle spielen nun die negativen Emotionen Zorn, Wut und Hass? Leider erzeugt Unbekanntes gegen mich selber Zorn, Wut und im Ausnahmefall Hass. Es sind leider meine eigenen Vorstellungen, die diesen negativen Gefühle freien Lauf lassen. Sie erzeugen einfach sehr viel Energie. Mit ihr gefahrlos umzugehen, ist für mich äußerst wichtig.

    Eine außergewöhnliche Rolle scheint eine alte Überlieferung für mich zu spielen. Adams erste Frau Lilith wurde auch aus Lehm wie Adam erschaffen. Ihre “Widerspenstigkeit“ Adams gegenüber, wurde laut dieser Überlieferung, durch die Spuke des Teufels heraufbeschworen. Deshalb schuf der Schöpfer aus Adams Rippe seine zweite Frau Eva, die ihm untertan war.

    Nun bin ich wieder bei Deinem Blogbeitrag »Das selbe Lied, eine andere Strophe.« – Supernatural. Meine Frage. Assoziierst Du das Übernatürlich mit der US-amerikanischen Mystery-Serie “Supernatural“?

    Auf alle Fälle ist mir eine “widerspenstige Frau“ lieber, als eine “untertane Frau“. Dieser Standpunkt scheint der Schlüssel zu sein.

    Wünsche Dir, liebe Hena, noch einen sonnig schönen Sonnabend und einen sonnig schönen Sonntag!

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  2. Erstmal, entschuldige meine verspätete Antwort.

    Der Unfall mit deiner Freundin tut mir sehr leid. Ich kann dich verstehen, es ist nie leicht sich etwas gleich zu stellen. Ich selber neige auch dazu, zu verdrängen, statt mich damit auseinander zu setzten. Doch wie Shakespeare schon sagte: Der Kummer der nicht spricht, nagt am Herzen bis es bricht.
    Man muss sich wohl oder übel damit beschäftigen.
    Schicksal.. ja, das ist schon eine Sache. Gibt es sie, gibt es sie nicht?
    Man kann darüber diskutieren solange man will, man wird sich nicht klar sein. Die Tatsachen die du nun hast, die Erinnerungen, sie zeigen die dass was passiert ist. Doch kann man wirklich wissen wie es hätte passieren können wenn ... ?

    Das war mir bisher noch nicht bekannt, aber sehr interessant.
    Es hat eine gewisse Ironie finde ich, du nicht?

    Ich nehme an, du kennst diese Serie?
    ''Das selbe Lied, eine andere Strophe.'' Das hat eine Figur aus dieser Serie gesagt. Es ist bei mir hängen geblieben, da es eine schöne Metapher für vieles ist. Also Nein, ich assoziiere dies nicht, ich zitiere bloß.

    Womit man wieder sieht, wie verschieden Menschen sind. ;)

    Noch eine schöne Woche, Henry.

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  3. guter spruch, da ist denke ich etwas wahres dran
    viele liebe grüße
    ruth

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  4. Hena, ich sehe liebend gern Dokumentationen, Nachrichten, Wetter im Fernsehen. Wiederum Filme sind mir von Medium DVD lieber. Diese Mysteryserie kenne ich leider nur aus dem Web. Das Gelesene “hört“ sich auf alle Fälle äußerst interessant an.

    Für mich sind zu mindesten die vorletzte Zeile von dem folgenden Gedicht der Dichterin Forough Farrokhzad ein Trost.

    Der Vogel ist sterblich

    Mein Herz ist bedrückt
    Mein Herz ist bedrückt,
    ich trete auf den Balkon
    und meine Finger streichen über die
    gespannte Haut der Nacht.
    Die Lampen der Beziehung sind erloschen.
    Die Lampen der Beziehung sind erloschen.
    Niemand wird mich der Sonne vorstellen
    Niemand wird mich
    zu dem Gastmählern der Spatzen mitnehmen.

    Behalte den Flug im Gedächtnis
    der Vogel ist sterblich.

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  5. Ja, das denk ich auch, Ruth.
    Danke für den Kommentar ;)


    Ehrlich, Henry? Ich bin so ziemlich das Gegenteil.
    Dokumentationen schaue ich lieber auf DVD ( natürlich nur welche deren Thema mich persönlich interessieren ) doch Serien, und Filme bevorzuge ich im Fernsehen. Außer bei Freunden, da ist es anders.
    Ah, okey. Jedenfalls ist sie sehr zum empfehlen. Vielleicht nichts für sehr schwache Nerven.. ;)

    'Behalte den Flug im Gedächtnis
    der Vogel ist sterblich.'
    – sehr schöne Zeilen, ehrlich.

    Sie erinnern mich an ein Buch. Da stand: "Weine nicht weil es vorbei ist, sondern lächle weil es schön war."
    Wahre Worte, muss ich sagen!

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  6. Mir fällt nur ein Name dazu ein: LEEDA.

    ♥ ;*

    Da kommen alte Erinnerungen hoch...

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